Liebe Schreibträumer*innen,
hier findet ihr das Handout mit einer Zusammenfassung, was gute Dialoge ausmacht – unten findet ihr Links (Leseproben) zu jenen Büchern/ Textproben, die ich im Workshop dabei hatte.
Links zu Leseproben
Serhij Zhadan: „Keiner wird um etwas bitten“ > das Gesagte und das Ungesagte. In sehr reduzierter Form (Leerstellen) wird hier ausgedrückt, wie Krieg in den Alltag der Menschen einbricht und ihn verändert.
Yasmina Reza: Glücklich die Glücklichen auch ganz alltägliche Dialoge, die so in den Fließtext eingebettet sind, dass sie optisch quasi verschwinden.
Anna Gavalda: Zusammen ist man weniger allein (sehr lebendige Dialoge, erzählen über Dialoge)
Dorothee Elmiger Die Holländerinnen > indirekte Rede
Gustav Ernst „Beste Beziehungen“ (Ernst ist der Meister der alltäglichen Dialoge bzw. Monologe)
Jessica Lind „Kleine Monster“ hier finde ich das Gespräch mit der Lehrerin gleich am Anfang grandios (Der Dialog zeigt sofort, worum es im Roman geht, würde das Gespräch nur beschrieben werden, wäre man nicht so aufgewühlt)
Andreas Pittler In der Sache Apfelbaum > Umgangssprache /Dialekt/ Sozialisation
Mareike Fallwickl „Die Wut, die bleibt“ – Der Roman beginnt mit einem alltäglichen gesprochenen Satz, der die Geschichte auslöst.
Susanne Abel Stay away from Gretchen Beginnt gleich mit direkter Rede, statt das Setting zu beschreiben:
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nicht vergessen:
Jeder gute Dialog braucht Zeit!
Zuerst darf alles ungehemmt auf das Papier fließen. Dann wird gekürzt.
Selbst nach dem Kürzen kann es passieren, dass man den gesamten Dialog neu schreibt.
Manchmal geht er dann in eine ganz andere Richtung (trotzdem hat es die erste Version gebraucht, gestrichene Textstellen haben immer auch ihre Berechtigung!)
Viel Geduld,
Viel Spaß
&
Viel Erfolg!!
eure Margarita
